11.02.19: Feierliche Verabschiedung in den Ruhestand

Geschrieben von Pressedienst OSB

Die Schulgemeinde der Gustav-Heinemann-Schule  verabschiedete am Freitag, 01. Februar 2019, den Oberstudienrat Bernd Hüther nach fast 35jähriger Dienstzeit in Borken feierlich in den Ruhestand. Die Feierstunde fand in großer Runde in der festlich geschmückten Mensa der Schule in Anwesenheit des Kollegiums sowie zahlreicher ehemaliger Kolleginnen und Kollegen statt. Schulleiterin Frau Dr. Sperlich würdigte Herrn Hüthers langjähriges Engagement in ihrer Rede, die von Dankbarkeit, Humor und Trauer über den Abschied geprägt waren.

 

Nach seinem Ersten Staatsexamen, das er im Oktober 1981 an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken in den Fächern Geschichte und Französisch für das Lehramt an Gymnasien ablegte, absolvierte er sein Referendariat am Studienseminar in Neunkirchen. Ein halbes Jahr später zog es ihn dann von der Saar in den Schwalm-Eder-Kreis, wo er am 17. August 1984 seinen Dienst an der Gustav-Heinemann-Schule im schönen Borken begann. Trotz gelegentlicher Abstecher an die gymnasiale Oberstufe nach Fritzlar blieb er bis zuletzt seinem ersten Dienstort treu. 1994 wurde er zum Oberstudienrat ernannt; in dieser neuen Funktion sollte er sich insbesondere um Schüleraustausche kümmern, was ihm ein Leichtes war, denn seine Liebe zur französischen Sprache und zu Frankreich, die er bereits im Studium für ein ganzes Jahr als Fremdsprachenassistent am Lycee Marcel Roby im Großraum Paris aktiv leben konnte, brachte er von Anfang seiner Dienstzeit in Borken an intensiv in sein berufliches Wirken ein: Die Städtepartnerschaft mit Meru von schulischer Seite durch jährliche Schüleraustausche zu unterstützen, war ihm ein Herzensanliegen. Generationen von Borkener Schülerinnen und Schülern erlebten ihn nicht nur als Lehrer, der ihnen die Sprache im Unterricht nahebrachte, sondern auch als frankophilen Menschen in der realen Begegnung mit französischen Kolleginnen und Kollegen in Borken und Meru; so prägte er nachhaltig das Bild vieler seiner Schülerinnen und Schüler von unserem europäischen Nachbarland. Seine Fächerkombination beinhaltet beides, die aktive Fremdsprachenkompetenz und den historischen Blick für die Bedeutung dieser Kompetenz, beides hat er als Lehrer aktiv und voller Überzeugung gelebt, ob im regulären Unterricht oder bei unzähligen außerschulischen Veranstaltungen wie der Mitgestaltung des Gedenkens der Reichspogromnacht oder der Grundgesetzübergabe, die er ebenfalls jahrzehntelang aktiv mitgestaltete.

Die gesamte Schulgemeinde wünscht dem frischgebackenen Pensionär für die neue Lebensphase alles erdenklich Gute, insbesondere Gesundheit und viel Freude an neuen Herausforderungen und Erfahrungen!