15.11.19: GHS-Schülerinnen und -Schüler wirkten bei Gedenkveranstaltung mit

Geschrieben von Pressedienst OSB

Am Abend des 8. November trafen sich Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 sowie einige Lehrerinnen und Lehrer der GHS am jüdischen Friedhof, um an der Gedenkveranstaltung anlässlich der Novemberpogrome im Jahr 1938 teilzunehmen und mitzuwirken. Außer ihnen kamen auch viele Borkener Bürgerinnen und Bürger. Nachdem der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Horst Simmen alle Menschen begrüßt hatte, die trotz des schlechten Wetters erschienen waren, gingen sie gemeinsam schweigend zum Gedenkstein an der ehemaligen Synagoge. Dort angekommen, hielt Herr Simmen eine Ansprache, in welcher er auf die Wichtigkeit des Gedenkens hinwies, auch wenn (und weil) die schrecklichen Ereignisse schon 81 Jahre zurücklägen. Anschließend trugen Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c – Zehra Nur Aksu, Samoel Denst, Max Habermann, Sarah Lexa, Dominik Sander und Rica Scheuß – Augenzeugenberichte aus der Reichspogromnacht in Borken vor und berichteten über das Schicksal der misshandelten Familien. Frau Pfarrerin Kunstmann fragte in ihrer Andacht unter anderem, weshalb die Täter, aber auch die passiven Beobachter der Novemberpogrome so wenig Mitgefühl gezeigt hätten. Stellvertretend für Herrn Bürgermeister Pritsch-Rehm sprach Stadtrat Wilhelm Plock daraufhin noch einige Gedenkworte. Er machte auch darauf aufmerksam, dass die Ausschreitungen in Borken und Umgebung im Gegensatz zu den meisten Städten und Gemeinden bereits am 8. November begonnen hätten. Am Schluss dankte Herr Simmen allen Beteiligten und legte mit Herrn Plock im Rahmen einer Schweigeminute einen Kranz am Gedenkstein nieder.

Aaliyah Batilla, Klasse 10c