13.04.21: Ethikprojekt im Jahrgang 10: Schülerinnen und Schüler sammeln Erfahrungen mit Müll auf ihrem Schulgelände

Geschrieben von Pressedienst OSB

Einer der Ethikkurse des Jahrgangs 10 nutzte das gute Wetter vor den Osterferien aus, um sich theoretisch und praktisch mit gemeinnütziger Arbeit zu befassen: Die Schülerinnen und Schüler sammelten allen Müll auf, den sie auf dem Schulgelände finden konnten. Innerhalb einer Stunde füllten sie vier Abfallsäcke; außerdem fanden sie einige „verirrte“ Pfandflaschen und -dosen, um ihre Klassenkasse aufzubessern. Der Müll bestand größtenteils aus Trinktütchen und deren Strohhalmverpackungen sowie Verpackungen von Süßigkeiten. In der Schulmensa keine Trinktütchen und Süßigkeiten mehr zu verkaufen (ein beliebtes Übungsthema für Erörterungen und Debatten im Deutschunterricht), stellt nach Meinung des Ethikkurses indessen keine Lösung dar, weil viele Schülerinnen und Schüler auch von zu Hause verpackte Lebensmittel mitbrächten. Stattdessen müsse das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass Umweltschutz schon vor der eigenen Haus- und Schultür beginnt. Außerdem spricht der Kurs sich dafür aus, noch mehr Abfalleimer auf dem Schulgelände zu verteilen. Im Übrigen sind wohl nicht nur Schülerinnen und Schüler für die Umweltverschmutzung verantwortlich, sondern auch Personen, die außerhalb der Unterrichtszeit unbefugt das Schulgelände „nutzen“.

Dass solche gemeinnützigen Unternehmungen oftmals eine Sisyphosarbeit darstellen, mussten die Schülerinnen und Schüler einen Tag später feststellen, denn auf und in manchen Wegen, Bänken und Büschen befand sich schon wieder Müll. Zuvor hatte der Kurs noch die Hoffnung geäußert, der Anblick eines sauberen Geländes könne mögliche Abfallsünder vielleicht davon abhalten, es von neuem zu verschmutzen. Trotzdem habe das Müllsammeln Spaß gemacht, zumal es eine Arbeit sei, von der alle etwas hätten und bei der man schnell Erfolge sehen könne.

Marco Seibel, Kursleiter