2.03.22: Debattieren auf Distanz – Regionalwettbewerb Jugend debattiert

Geschrieben von Pressedienst OSB

Zwei Finalistinnen und ein Finalist unseres diesjährigen Schulwettbewerbs Jugend debattiert stellten sich am 10. Februar einer besonderen Herausforderung: Da die nächsthöhere Wettbewerbsrunde, der Regionalwettbewerb, in diesem Jahr nicht in Präsenz stattfinden konnte, debattierten Julia Esau (Klasse 8c), Hannah Ebert und Botan Toptik (beide Klasse 9d) ausnahmsweise per Videokonferenz mit den Vertreterinnen und Vertretern unserer Verbundsschulen. Neben der Bundespräsident-Theodor-Heuss Schule Homberg/Efze, dem Engelsburg-Gymnasium und dem Wilhelmsgymnasium Kassel nahm in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Kasseler Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule am Regionalwettbewerb teil, der normalerweise im Wechsel von und in einer der Verbundsschulen ausgerichtet wird.

Als wäre eine reguläre Debatte beziehungsweise eine Debatte unter Pandemie-Bedingungen (das heißt mit Maskenpflicht) nicht schon anspruchsvoll genug, kamen für Julia, Hannah, Botan und die übrigen Debattanten somit noch die „Eigenheiten“ einer jeden Videokonferenz hinzu. Trotz gelegentlicher Verbindungs-, Bild- und Tonprobleme sowie eingeschränkter Möglichkeiten zur Absprache konnte der Wettbewerb aber in vollem Umfang durchgeführt werden. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeutete das, sich in mindestens zwei Debatten zu behaupten und im Vorfeld drei verschiedene Themen vorzubereiten. Dass auch Julia Esau gut vorbereitet war, verdient übrigens besondere Beachtung, weil sie spontan für eine erkrankte Mitschülerin eingesprungen war. In den beiden Qualifikationsrunden der Sekundarstufe I wurde darüber gestritten, ob die Verwendung von Heizstrahlern in der Außengastronomie verboten werden sollte und ob der Verkauf von Spielzeugschusswaffen an Kinder unterbunden werden sollte.

 

Während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mancher Schulen für den Wettbewerb freigestellt waren und vor den heimischen Computern saßen, hatte man sich an der Gustav-Heinemann-Schule für eine „Hybrid-Lösung“ entschieden: Die drei Debattanten, die Jurorinnen und Herr Seibel, der den Wettbewerb koordinierte, trafen sich also in der Schule und befanden sich, sofern der Wettbewerbsplan es erlaubte, im selben Raum. Als Jurorinnen fungierten Frau Becker und Frau Lafeld sowie die erfahrene Debattantin und ehemalige GHS-Schülerin Alicia Zinn. Alle Beteiligten freuten sich über den direkt(er)en Kontakt und nicht zuletzt darüber, durch Frau Hembd verköstigt zu werden.

Letztlich reichte es für die drei Debattanten der Gustav-Heinemann-Schule zwar leider nicht für einen Einzug ins Finale; dieses wurde von Matteo Philippi (Engelsburg-Gymnasium), Ayla Bösel (Wilhelmsgymnasium), Clara Altmann und Lucia Hohlbein (beide THS Homberg) zu der hochaktuellen Frage bestritten, ob die Schulen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder geschlossen werden sollten. Nichtsdestotrotz hatten Hannah, Botan und Julia auch im Regionalwettbewerb Spaß am sachlichen Streiten, zumal sie im nächsten Jahr wieder die Gelegenheit haben werden, an Jugend debattiert teilzunehmen. Alle drei konnten und können stolz auf sich sein!