20.12.22: „Streite nicht mit dem, der Dich nicht versteht, denn es ist für niemanden leicht, zu verstehen, dass man nichts verstanden hat!“ Bernd Thye, deutscher Autor

Geschrieben von Pressedienst OSB

Sie stritten mit Niveau und verstanden durchaus, was der andere zu sagen hatte, die acht Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Schule Offene Schule Borken beim diesjährigen

 

Schulwettbewerb Jugend debattiert.

Jener gestaltete sich für die Debattantinnen und Debattanten ein Tag vor Beginn der Weihnachtsferien als wahre Herausforderung. Zwischen einer, aufgrund der Kürze des Schulhalbjahres, wahren Flut von Lernkontrollen, Klassenarbeiten und Klausuren galt es sich, für einige sogar im Krankenbett, auf die durchaus realistisch anmutende Frage: Soll ein Unterrichtsfach „praktische Lebensführung“ eingeführt werden?, die in zwei Qualifikationsrunden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl einmal auf der Pro- als auch einmal auf der Contra-Seite debattiert wurde, vorzubereiten. Am Morgen des Schulwettbewerbes dann auch noch die Erkenntnis, dass etliche Mitstreiter*innen noch nicht genesen und somit auch nicht anwesend waren. Drei geplante Debatten mussten infolge dessen auf zwei reduziert werden. Jetzt hieß es nicht nur argumentativ sattelfest, sondern auch flexibel und spontan zu sein. Letzteres galt ebenfalls für die drei Lehrerinnen sowie sechs Schüler und Schülerinnen, die die Debatten beispielhaft jurierten - tatkräftig unterstützt von den drei Zeitnehmer*innen. Doch alle bewiesen kühle Köpfe und lieferten ihrem Publikum, traditionell die 8. Jahrgangsstufe, interessante und spannende Debatten, in welchen sich l Jasmin Mart (8a), Moritz Ahrend (9a), Marica Ohnstedt (9a) sowie die gerade erst aus einem kanadischen Schüleraustausch zurückgekehrte Hannah Ebert (10c) für die Finaldebatte zu der Streitfrage: Soll privates Silvester-Feuerwerk verboten werden? qualifizierten. Eine, zugegeben, durchaus kniffelige Frage, die sicherlich auch in der Bevölkerung kontrovers debattiert wird. Marica und Hannah hielten mit vielen Argumenten dagegen. „Ein privates Silvester-Feuerwerk ist bei uns eine liebgewonnene Tradition, mit der man fröhlich in ein neues Jahr geht. Diese Tradition sollte man beibehalten!“, plädierte u.a. Hannah und machten es den beiden Befürwortern nicht leicht. Sie entschied letztlich den Schulwettbewerb für sich und wird gemeinsam mit der zweitplatzierten Marica im neuen Jahr im Regionalwettbewerb Jugend debattiert am Wilhelms-Gymnasium in Kassel für die Gustav-Heinemann-Schule antreten. Wir drücken beiden Schülerinnen schon jetzt ganz fest die Daumen und sind sehr stolz auf ALLE Mitwirkenden des diesjährigen Wettbewerbs! Sie haben die 20-jährige Geschichte der GHS als teilnehmende Schule an dem bundesweiten, mittlerweile sogar weltweiten Jugendwettbewerb weitergeschrieben und sich ihre Ferien redlich verdient!

Allen Leserinnen und Lesern wünscht die Schulgemeinde der GHS – ob mit oder ohne privatem Silvester-Feuer - einen guten Rutsch in ein gesundes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr!

Christin Hembd
Schulkoordinatorin Jugend debattiert