GHS-Aktuell

17.12.21: Weihnachtskarten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheims

In den letzten Tagen vor den Ferien verwandelte sich der Klassenraum der 5b kurzerhand in eine kleine Bastelwerkstatt. Aus Karton und Geschenkpapier entstanden kreative Weihnachtskarten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheims Blumenhain. Im Deutschunterricht formulierten die Weihnachtswichtel dann gemeinsam persönliche Wünsche und Grußworte für die Seniorinnen und Senioren. Am 17. Dezember machten sich die Schülerinnen und Schüler dann mit der Weihnachtspost im Gepäck auf den Weg zum Pflegeheim. Nach der Übergabe der Karten gab es noch eine kleine Stärkung mit Weihnachtsgebäck. Danach traten die Schülerinnen und Schüler zufrieden und voller Vorfreude auf die nahenden Weihnachtsferien den Rückweg zur GHS an.





07.12.21: Schule – früher und heute

In den letzten Jahren hat Deutschland viele geflohene Kinder und Jugendliche aufgenommen. Das stellte die Schulen vor große Herausforderung. Wie gehen die Schulen damit um? Wie hat sich die Schulkultur verändert? Und wie gelingt allgemein die Integration der Kinder mit Migrationshintergrund?

Die Goethe-Universität Frankfurt am Main und das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation starteten 2018 das Projekt „SchuWaMi“ – Schulischer Wandel in der Migrationsgesellschaft – Schulkultur(en) im Kontext aktueller Fluchtmigration. Ca. 30 Schulen aus vier Bundesländern nehmen daran teil. Darunter ist auch die Gustav-Heinemann-Schule Offene Schule Borken. Das Projekt SchuWaMi untersucht, wie den Schulen die gesellschaftliche Integration der geflüchteten Kinder und Jugendlichen gelingt und welche Veränderungsprozesse in den Schulen dadurch angestoßen werden.

In der ersten Phase des Projektes fanden schriftliche Befragungen von Schüler/innen, Lehrer/innen, Schulleiter/innen und Schulsozialarbeiter/innen statt. Die Schüler/innen mit und ohne Fluchthintergrund machten auch einen Leistungstest in Deutsch und Mathematik. In der zweiten Phase wurden qualitative Interviews mit den Lehrer/innen, Schulleiter/innen, Schulsozialarbeiter/innen sowie Schüler/innen durchgeführt.

Die Schulleitung sowie die Lehrkräfte der Gustav-Heinemann-Schule Borken waren gerne bei diesem Projekt dabei und warten auf die Ergebnisse, um neue Ideen und Impulse für eine bessere Integration zu ermöglichen.





19.11.21: Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht in Borken

Wir, die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Gustav-Heinemann-Schule in Borken, bereiteten schon seit einigen Wochen unseren Vortrag und unsere Ausstellung zu der Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichspogromnacht in Borken vor. Zusammen mit unseren Lehrerinnen Frau Gonder, Frau Grethe und Frau Schmidt haben wir uns mit den tragischen Ereignissen in der Nacht vom 09.11.1938 auf den 10.11.1938 auseinandergesetzt. Mit unseren selbstgestalteten Schuhkartons haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Schicksale der verschiedenen jüdischen Familien aus Borken darzustellen. Unsere fertigen Schuhkartons wurden bei der ehemaligen Synagoge ausgestellt. Während unserer Schulzeit arbeiteten wir an unseren Texten, die wir am Abend vorgetragen haben. Um kurz vor sechs trafen wir uns an der Schule, um dann gemeinsam zu dem jüdischen Friedhof zu gehen. Als wir ankamen waren schon einige Menschen dort und der Stadtverordnetenvorsteher Herr Weber führte uns durch das Programm des Abends. Er ging bei dem Schweigemarsch voran und leitete uns durch Borken zu der ehemaligen Synagoge. Dort hielt er noch eine kurze Rede, bevor einige ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 10c der Gustav-Heinemann-Schule einen Überblick über die damaligen Geschehnisse gaben und speziell über die jüdischen Familien Blum und Katz aus Borken berichteten, und erzählten was in der Nacht und darüber hinaus mit ihnen geschah. Die Pfarrerin hielt ebenfalls eine kurze Rede, in der es auch um die Schuld der Kirche ging, da sie bei den schrecklichen Ereignissen in dieser Nacht nichts unternommen hatte. Sie forderte uns auf, die Stimme zu erheben und etwas dagegen zu unternehmen, wenn etwas Ungerechtes vorgeht. Zuletzt hatte der Bürgermeister Herr Pritsch das Wort und erzählte eine Geschichte, die noch fast allen unbekannt war. Es ging um einen Kleiderbügel, der damals zu einem kleinen Konfektionshaus aus Borken gehörte, welches von der Familie Gottlieb geleitet wurde. Der Kleiderbügel nämlich wurde von der Familie mit auf die Flucht genommen, wahrscheinlich unwissentlich. Gegen Ende der Veranstaltung wurde der Kranz zum Gedenken der verstorbenen Juden, von Herrn Pritsch und Herrn Weber, niedergelegt. Die Schuhkartons konnten dann von allen näher betrachtet werden und die Menschen tauschten sich noch etwas aus.

Doreen Wiederhold und Naomi Muschalla, Klasse 10c





18.11.21: „Lesen ist Kino im Kopf! - Selena Gent gewinnt den Vorlesewettbewerb

Auch in diesem Jahr nahm der Jahrgang 6 der Gustav-Heinemann-Schule Borken traditionell an dem Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels teil.

„Bücher gibt es für jeden Geschmack und zu allen Themen. Ob Spannung, Unterhaltung, Wissen: Lesen ist Kino im Kopf und eine Reise in fremde Welten. Der Vorlesewettbewerb bietet die Gelegenheit, die eigene Lieblingsgeschichte vorzustellen und jede Menge neue Bücher zu entdecken“ (www.vorlesewettbewerb.de).

So behandelten die Deutschlehrer/in Frau Bachmann und Herr Seibel mit den Klassen 6a und 6b im Rahmen des Vorlesewettbewerbs eine Unterrichtseinheit, die die Kinder auf den Wettbewerb vorbereitete und durch eine Buchpräsentation ergänzt wurde. Dies bot jedem Einzelnen die Gelegenheit, nicht nur aus seinem Lieblingsbuch vorzulesen, sondern auch kreativ und gestaltend ein Plakat vorzubereiten und in einem Vortrag das Buch den Mitschüler/-innen darzubieten.

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20.10.21: Die Jahrgangsabschlussfahrt nach Berlin

Am 04.10.2021 sind die Abschlussklassen 2021/2022 der Gustav-Heinemann-Schule – Offene Schule Borken nach Berlin gefahren. Nach einer sechsstündigen Fahrt sind wir dann endlich voller Vorfreude angekommen. Nach „geringer“ Wartezeit war es uns möglich, unser Hotelzimmer im Meiniger Hotel Tiergarten zu betreten. Besonders interessant waren das DDR-Museum am Montag und Hohenschönhausen, ein ehemaliges Stasi-Gefängnis der DDR, welches wir am Donnerstag besucht haben.

Am Dienstag hatten wir viel Freizeit und die meisten von uns verbrachten die Zeit in der Mall of Berlin, um das Gewicht unserer Geldbörsen deutlich zu reduzieren. Am Mittwoch hatten wie eine Stadtrundfahrt, welche bei uns allen eine Reizüberflutung auslöste und unser Wissen über Berlin bereicherte.

Am Freitag sind wir nach einer mühsamen und langen Fahrt sicher in Borken angekommen, dort wurden wir dann von unserer Schulleiterin, Frau Dr. Sperlich, und unseren Eltern in Empfang genommen.

 

Sarah Hönig und Luca Möller, Klasse 10c





02.10.21: Im neuen Schuljahr 2021/22 hat die Gustav-Heinemann-Schule in Borken Verstärkung für den Französischunterricht bekommen. Frau Louise Bott unterstützt bis Ende Mai 2022 den Unterricht als Fremdsprachenassistentin und stellt sich vor:

Ich heiße Louise Bott, bin 20 Jahre alt und ich komme aus Frankreich. Ich arbeite an der Gustav-Heinemann-Schule – Offene Schule Borken als Fremdsprachenassistentin (FSA) für das Fach Französisch bis Ende Mai 2022. Was macht eine FSA? Eine FSA hilft dem Lehrer oder der Lehrerin im Unterricht, bringt neue Ideen ein, hilft den Schülerinnen und Schülern bei Übungen und Aufgaben.
Ich habe meine Schulzeit in Frankreich verbracht, aber einen Teil meiner schulischen Ausbildung habe ich in zweisprachigen Klassen gemacht, da ich im Dreiländereck (Frankreich/Deutschland/Schweiz) lebe. In meiner Region in Frankreich bin ich auch mit der deutschen Kultur aufgewachsen und ich habe einen deutschen Vater. 2019 habe ich mein Abitur bestanden und danach die Entscheidung getroffen, ein zweijähriges Studium zu beginnen. Ich habe das Haus meiner Eltern verlassen, um in dem französischen Département Jura Tourismus zu studieren.
Die Corona-Pandemie zwang mich fünf Monate später zurück in meine Heimat, dem Elsass, zu fahren. Dennoch konnte ich nach dem Lockdown mein zweites Praktikum in einer Tourismusinformation in Mulhouse machen. Mein erstes Praktikum hatte bereits vor der Corona-Pandemie in einem Museum in Colmar stattgefunden. Die Pandemie hat das Studieren nicht einfach gemacht. Viele Jugendliche haben ihr Studium abgebrochen. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass ich eine Pause in meinem Studium brauche, weshalb ich ein Gap-Jahr in Deutschland machen wollte, um dort ein Jahr lang zu arbeiten und um mein Deutsch zu verbessern. Ich hatte darüber mit meinem Deutschlehrer gesprochen und er hat mich unterstützt, so dass ich letztendlich die FSA-Stelle an der GHS in Borken bekam. Die Wohnungssuche war kein Problem. Mein zu Hause für die nächsten Monate ist in einer WG in Fritzlar.