19.03.12: Kasseler Krimi-Autor zu Besuch an der Offenen Schule Borken

Geschrieben von Pressedienst OSB

Es ist mittlerweile eine langjährige Tradition an der Gustav Heinemann-Schule in Borken, Schülerinnen und Schülern der höheren Klassen eine Begegnung mit einem Schriftsteller zu ermöglichen. In diesem Jahr freute sich die Schulgemeinde, den Kasseler Krimi-Autor Matthias Gibert begrüßen zu dürfen.

Giberts Krimis sind nicht nur spannend zu lesen, sondern sie spielen darüber hinaus durchweg in Kassel und Umgebung, was den Unterhaltungswert für Ortskundige nochmals steigert. So hat Giberts Hauptkommissar Paul Lenz in „Nervenflattern“ (2007) die Bedrohung der weltberühmten Kasseler Kunstausstellung Documenta durch einen Nervengiftanschlag zu verhindern. In „Kammerflimmern“ (2008) hat es Lenz mit einem zwielichtigen Versicherungsmakler zu tun, der nicht nur auf den ersten Blick an den Kasseler Versicherungs-Hochstapler Mehmet Göker erinnert. Rechte Gewalt gegen Migranten, in Kassel spätestens seit dem Mord an Halit Y. 2006 in Kassel traurig-aktuelles Thema, findet sich in Giberts Krimi „Rechtsdruck“ (2011). Und in „Schmuddelkinder“ muss Lenz die Morde an zwei ehemaligen Erziehern des Erziehungsheims „Karlshof“ aufklären.

Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 hatten sich im Vorfeld mit Giberts Werk beschäftigt und waren entsprechend gespannt, den Autor nun „in echt“ zu erleben. Sie wurden nicht enttäuscht, denn besonders sein dem Publikum sehr zugewandtes und aufgeschlossenes Wesen  machte es ihnen leicht, ihre Fragen zu stellen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Insgesamt war es eine äußerst kurzweilige Veranstaltung, die Lust auf weitere Gibert-Lektüre, vor allem auf den parallel zur Eröffnung der diesjährigen Documenta erscheinenden neuen Krimi, machte!