30.03.12: Erfolgreiche Präsentationsprüfungen

Geschrieben von Pressedienst OSB

Zehntklässler des Realschulzweiges nahmen die erste Prüfungshürde

 

Aufgeregt waren sie, die 48 Schülerinnen und Schüler der beiden 10. Realschulabschlussklassen der Gustav-Heinemann-Schule in Borken. Aufgeregt deshalb, weil die von ihnen gewählten Themen einer dreiköpfigen Prüfungskommission vorgestellt werden mussten. Die Themen hatten sie gemeinsam mit ihren betreuenden Lehrern in Form einer fünf- bis sechsseitigen Hausarbeit bearbeitet.  Bedingung war, dass die gewählten Aufgaben einem schulischen Fach – ausgenommen die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik – zugeordnet werden können und im Anspruch dem Niveau eines 10. Realschuljahres entsprechen.

 

Ein weites Feld von Themen eröffnete sich den betreuenden Kolleginnen und Kollegen. Vom aktuellen Integrationspreis für Bushido über Gandhi und Claus v. Stauffenberg, die Fragwürdigkeit von Schönheitsoperationen, Vertreibung und Flucht nach dem Krieg bis zu Bedenken gegen genmanipulierte Nahrungsmittel und die Bedeutung der Honigbiene für unsere ökologischen Systeme.

Eine bunte Palette der unterschiedlichsten Themen wurde mit informativen Plakaten, sorgfältig gestalteten Folien und Fotos, aber auch oft mit Beamer und PC als Power-Point-Präsentation vorgestellt. Aber auch landesübliche Kleidung wie ein indischer Sari und orientalische Spezialitäten waren zu sehen und zu verkosten.

 

Betroffenheit und wortloses Staunen löste Marika Domin mit ihrer Präsentation über den Transport jüdischer Kinder nach Großbritannien und in das damals neutrale Schweden hervor (s. Foto). Man spürte, mit welcher Leidenschaft die 16-jährige die damaligen Ereignisse recherchiert hatte. Sie war während ihrer Recherchen zu einer Spezialistin geworden. An den Plakaten und den anderen verwendeten Materialien war der enorme Aufwand abzulesen, der für diese außergewöhnliche Präsentation erforderlich war.

 

In den meisten Fällen waren die Sorgen der Mädchen und Jungen vor der Prüfung völlig unbegründet. Die anfängliche Nervosität verflog schnell und die Kids fanden die Sicherheit in Gestik und Vortrag, die man in erfolgreichen Präsentationen sehen möchte. Die Prüfungskommission legte großen Wert auf die freie Rede und testete nach der Präsentation die Sachkompetenz der Präsentanten durch weiter führende und vertiefende Rückfragen. Die Würdigung der persönlichen Kompetenz und des Auftretens sowie des Umgangs mit den eingesetzten Medien führte dann am Ende zu einer Note, die sich im Abschlusszeugnis der Realschule später an besonderer Stelle wieder findet.

Vierzehnmal stellten die Prüfungskommissionen eine sehr gute Leistung fest und erteilten die Note „Eins“. Zehnmal wurde die „Zwei“ erreicht. Nur eine von 48 Präsentationen wurde als nicht mehr ausreichend eingestuft.

 

Insgesamt haben sich die Anstrengungen der Schülerinnen und Schüler sehr gut ausgezahlt, erstens  in Form einer guten Zensur, zweitens durch die Gewissheit, das Handwerk einer guten Präsentation zu beherrschen und drittens durch die Freude, den Stolz sowie Gefühle, die sich mit einer erfolgreich bestandenen Prüfung verbinden.