28.05.12: Auf den Spuren der Chatten

Geschrieben von Pressedienst OSB

 

In der mittlerweiletraditionellen 2.Vorhabenwoche der Offenen-Schule-Borken fuhren die Schüler der Klasse 6d zusammen mit ihrer Klassenlehrerin E. Stankiewicz und der Religionslehrerin E. Schäffer-Wokun nach Niedenstein. Es gab viel zu sehen und zu erleben.

Die Kinder bestiegen den Hessenturm und bewunderten die Umgebung. Sie lernten Geocaching kennen, eine Art moderner Schnitzeljagd, indem sie Koordinaten in ein GPS-Gerät eingaben und anschließend die Ziele erwanderten. Auf diese Weise erforschten die Kinder die Stadtgeschichte von Niedenstein und lernten die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten, wie die alte Tanzlinde, näher kennen. Die tausendjährige Tanzlinde, in deren Krone früher ein Podium für die Musikanten errichtet wurde, steht als Naturdenkmal in der nördlichsten Stadt des Schwalm-Eder-Kreises. Der Besuch des Altenburgmuseums war der Einstieg in die Wanderung rund um die Altenburg. Der ehemalige Schulleiter der Grundschule E. Sommer ließ es sich nicht nehmen, die Schüler persönlich durch das Museum zusammen mit der Museumskoordinatorin E. Friedrich zu führen. Die Kinder bewunderten einige Ausgrabungsstücke aus der jüngeren Steinzeit, wie der Michelsberger Kulturzuzuordnende Steinbeile, Messerklingen und Keramikscherben. Ein Modell der historischen Anlage sowie einen Nachbau einer 2000 Jahre alten Tür war in dem Museum zu sehen. Die Schüler waren erstaunt, wie klein die Türen damals waren. Während der anschließenden Wanderung konnten die Sechstklässler anhand von Tafeln, die in einer Schutzhütte auf der Altenburg angebracht wurden, ihr Wissen über die Geschichte und die Ausgrabungen der Altenburg vertiefen. Die Führung durch die Altenburg wurde durch den ortsansässigen T. Hadamovsky geleitet, der mit viel Witz und Spannung die Kinder in die damalige Zeit der Chatten versetzte. Auf dem Rückweg bestaunten die neugierigen Kinder in Elmshagen ein repräsentatives Herrenhaus. Einen bleibenden Eindruck hinterließ die vermutlich älteste erhaltene Gerichtsstätte Hessens: ein Schandpfahl mit Halseisen und Richtertisch. Alle gingen erschöpft, aber mit viel neuem Wissen in ihre Unterkunft zurück. Das Programm wurde täglich mit sportlichen Aktivitäten, wie Joggen, Walken, Hipp Hopp, Tischtennis und Billard sowie einer Nachtwanderung begleitet. Ganz Eifrige walkten sogar jeden Morgen vor dem Frühstück. Übungen zur Förderung der Teamkompetenz rundeten die fünf Tage ab. Zusätzlich erarbeiten die Kinder in Kleingruppen ihre Trauminsel und präsentierten die Ergebnisse stolz der gesamten Klasse. Eine gelungene Fahrt, deren Erinnerung die Schüler in einem Berichtheft mit Bildern und Skizzen mit nach Hause nahmen, endete so für Lehrer und Schüler.