03.09.12: Valerie Garcia aus Caracas als Gastschülerin an der Offenen Schule Borken

Geschrieben von Pressedienst OSB

In den ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres freute sich Valerie Garcia aus Venezuela, Gastschülerin in der Klasse 10Rb zu sein. Die in der Familie Tropp lebende Schülerin der deutschen Schule in der Hauptstadt Caracas hatte so Gelegenheit, das Schulsystem in Borken kennenzulernen. Klassenlehrerin P. Finke, die Valerie in der Schule betreute, bat die sehr gut deutsch sprechende zukünftige Oberstufenschülerin, ihr Land  vor den Schülern der Klasse 8, die aktuell den Amerikaordner bearbeiten, vorzustellen. Diesen Wunsch erfüllte sie vor den Achtklässlern mit einer Powerpointpräsentation in der Aula der Schule mit großem Engagement und sehr souverän.

Die sehr aufmerksamen Schüler erfuhren so, dass in der Hauptstadt Venezuelas sechs Millionen Einwohner leben. Die arm-reich-Problematik thematisierte Valerie genauso wie die sehr hohe Kriminalitätsrate und die Gefahren durch Überfälle auf Straßen und in Wohnungen. Außerdem wusste sie zu berichten, dass Venezuela eine etwa 2.800 km lange Küste hat und von der Gesamtfläche etwa 39 % bewaldet sind. 20 % des Landes bestehen aus Wiesen- und Weideland, 4 % machen Felder und Ackerland aus. Das sechstgrößte Land Südamerikas ist landschaftlich so vielfältig wie kein anderer südamerikanischer Staat und grenzt an drei Staaten: im Osten an Guyana, im Süden an Brasilien und im Westen an Kolumbien. Von den klimatischen Bedingungen wusste sie zu erzählen, dass im Großteil des Landes von Mai bis Oktober Regenzeit herrscht und dass unterhalb von 800 m Höhe im Jahresdurchschnitt Temperaturen zwischen 26 °C und 28 °C zu verzeichnen sind.

Auf die Einkaufsmöglichkeiten in Deutschland und Venezuela von den Borkener Schülern angesprochen stellte sie fest, dass die Angebote hier weitaus vielfältiger und günstiger seien. In ihrem Land herrsche zum Beispiel Mangel an Zucker und Milch. Kaffee sei besonders teuer und ein Liter Mineralwasser koste mehr als ein Liter Benzin. Aus Deutschland werde sie Gummibärchen und Schokolade mitnehmen. Dennoch liebe sie trotz des Mangels bei bestimmten Konsumartikeln ihr Land und freue sich auf die Rückkehr. Als Dank und Anerkennung für ihre Ausführungen erhielt sie aus der Hand von P. Finke sowohl eine Tüte voller Haribo-Gummibärchen, ihre Lieblingsschokolade Ritter Sport und das Jahrbuch der Schule.