21.05.13: 50 Latein-Schüler der Offenen Schule an den Grenzen des Römischen Reiches

In der letzten Woche unternahmen 50 Latein-Schüler der Offenen Schule Borken eine Studienfahrt an die Grenze des Römischen Reiches.

Zuerst besuchten sie Mainz, das in römischer Zeit die Hauptstadt der Provinz Obergermanien war und Mogontiacum genannt wurde. Erstes Ziel war das Museum für Antike Schifffahrt, in dem Originalfunde von römischen Kriegsschiffen ausgestellt sind, die im 3. Jahrhundert n.Chr. die römische Rheingrenze gesichert haben. Das Interessanteste aber war, dass es auch Rekonstruktionen der Schiffe zu bestaunen gibt, so dass die Schüler sich ein genaues Bild von Größe, Aussehen und Aufgaben der Schiffe machen konnten.

In einem anschließenden Spaziergang wurden weitere Überreste aus römischer Zeit bestaunt: das römische Theater und der Drusus-Stein. Beim Gang durch die Innenstadt wurden sogar einige Schüler vom ZDF Kinderkanal interviewt und konnten abends von ihren Eltern im Fernsehen bestaunt werden. Nach Mittagspause und einer kurzen Besichtigung des Doms fuhren alle in den Taunus zur Saalburg, einem unter Kaiser Wilhelm um 1900 wieder aufgebauten römischen Kastell.  Hier erlebten die Schüler den absoluten Höhepunkt der Fahrt: Sie wurden in einem Training im Bogenschießen und Speerwerfen fit gemacht für die Verteidigung des römischen Limes. Diese römische Grenzanlage gegenüber dem freien Germanien ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Bei einer Führung durch das Kastell lernten die Schüler den Bau eines typisch römischen Militärlagers sowie den Tagesablauf eines römischen Legionärs kennen. Nach fast zwölf Stunden kehrten alle erschöpft, aber zufrieden nach Borken zurück. Lateinlehrer Rüdiger Huxhold setzte mit dieser Fahrt eine Tradition fort und plant bereits für 2014 eine zweitägige Exkursion nach Köln.