02.10.22: Antiquitäten, Anagramme und ein Äffchen – junge Autorin las an der Gustav-Heinemann-Schule aus ihrem Erstlingswerk „Das Glashaus-Geheimnis“ vor

Geschrieben von Marco Seibel

An einem Dienstag Ende September versammelten sich die fünften Klassen der Gustav-Heinemann-Schule in der gemütlichen Schulbücherei. Dort wurden sie bereits von Marie Braner erwartet: Man hatte die Hofgeismarer Autorin und Illustratorin nach Borken eingeladen, damit sie aus ihrem ersten Buch „Das Glashaus-Geheimnis“ vorlas. Darin geht es um Rosa, die nach dem Tod ihrer geliebten Großtante Adele versucht, deren Antiquitäten vor dem Sperrmüll zu retten. Noch dazu hat Adele dem Mädchen eine Reihe von Rätseln hinterlassen, die es zu einem großen Geheimnis führen sollen. Rosa wird bei diesem Abenteuer von ihrem Freund Sami und einem frechen Äffchen unterstützt.

Neben der spannenden Geschichte stammen auch die dazugehörigen Illustrationen von Marie Braner selbst. Einige Zeichnungen brachte sie im Großformat zur Vorlesestunde mit, sodass die Schülerinnen und Schüler sich die Figuren und Orte noch besser vorstellen konnten. Dementsprechend aufmerksam lauschten sie dann auch, als Frau Braner die ersten beiden Kapitel vortrug. Zwischendurch unterbrach sie die Lektüre, damit die Kinder sich beispielsweise selbst an einem Buchstabenrätsel versuchen konnten, das in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt.

Nach dem Vorlesen nutzten die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler noch die Gelegenheit, Frau Braner Fragen zu ihrer Arbeit als Autorin und Illustratorin sowie zur Entstehung ihres Buches zu stellen. So wollten sie unter anderem wissen, wie Frau Braner auf die Namen für die Figuren gekommen sei, ob man Illustrationen oft überarbeiten müsse und wie lange sie an der Geschichte gearbeitet habe. Im Gegenzug erhielt Frau Braner noch ein Feedback von ihren Zuhörerinnen und Zuhörern: Vor allem gefielen den Kindern die lebendige Vortragsweise, die einfallsreiche Handlung und die hübsche Gestaltung des Buches. Die einzige Kritik lautete, dass Frau Braner innerhalb der einen Stunde nicht die ganze Geschichte habe vorlesen können. Dass die Künstlerin überhaupt eingeladen werden konnte, zumal Autor*innen-Lesungen normalerweise den Jahrgängen 6 und 10 vorbehalten sind, ermöglichte das Förderprogramm „Löwenstark – der Bildungskick“ des Hessischen Kultusministeriums. Was es indessen mit dem „Glashaus-Geheimnis“ auf sich hat, können die Schülerinnen und Schüler demnächst selbst nachlesen, immerhin möchte die Gustav-Heinemann-Schule die Lektüre im Klassensatz anschaffen.